Der September ist für mich immer ein kleiner Übergang. Der Sommer wird langsam ruhiger, die Tage wieder strukturierter und auch im Alltag kehren Routinen zurück. Und vielleicht ist genau jetzt ein guter Zeitpunkt, einmal auf eine Routine zu schauen, die wir oft ganz selbstverständlich machen: unser Frühstück.
„Frühstücke wie ein Kaiser, iss zu Mittag wie ein König und zu Abend wie ein Bettler.“ Diesen Spruch kennst du vielleicht auch. Lange galt das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages: Wer morgens nichts isst, hat angeblich schon den ersten Fehler gemacht.
Heute sieht das Ganze etwas anders aus. Intervallfasten und längere Essenspausen sind längst im Alltag vieler Menschen angekommen. Manche fühlen sich morgens mit einem großen Frühstück überhaupt nicht wohl, andere starten lieber erst später mit ihrer ersten Mahlzeit. Und wieder andere trinken morgens nur einen Shake oder Kaffee und essen erst einige Stunden später richtig.
Aber was davon ist nun eigentlich richtig? Meine Antwort darauf ist: Es gibt nicht die eine richtige Lösung für alle.

Frühstück ist keine Pflicht, aber sicherlich auch kein „Fehler“
Ich glaube, gerade bei Ernährung versuchen wir oft, eine allgemeingültige Antwort zu finden. Frühstücken oder nicht frühstücken? Kohlenhydrate oder keine Kohlenhydrate? Drei Mahlzeiten oder nur zwei?
Dabei vergessen wir schnell, dass jeder Körper anders ist.
Vielleicht wachst du morgens auf und hast richtig Hunger. Dann spricht wenig dafür, dieses Gefühl einfach zu ignorieren, nur weil gerade Fasten im Trend liegt.Vielleicht hast du morgens überhaupt keinen Appetit und fühlst dich mit deiner ersten Mahlzeit erst ein paar Stunden später wohler. Auch das kann für dich funktionieren.
Viel interessanter als die Frage „Was soll ich machen?“ finde ich deshalb: „Was braucht mein Körper eigentlich?“
Hör auf deinen Hunger, nicht auf die nächste Ernährungsideologie
Wenn du dir unsicher bist, kannst du einmal beobachten, wann dein Hunger im Laufe des Tages überhaupt auftaucht.
- Hast du morgens direkt Appetit?
- Wirst du gegen 8 oder oder vielleicht erst gegen 11 Uhr hungrig?
- Oder kommt dein Hunger erst zur Mittagszeit?
- Und vor allem: Wie fühlst du dich damit?
Denn Hunger ist nicht das Einzige, worauf wir achten können. Auch Energie, Konzentration, Stimmung, Leistungsfähigkeit und dein allgemeines Wohlbefinden können dir Hinweise geben. Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag exakt nach deinem Hungergefühl essen musst. Das Leben ist schließlich kein perfekt planbarer Ernährungsplan. Aber es kann unglaublich hilfreich sein, den eigenen Körper wieder etwas besser kennenzulernen, anstatt nur äußeren Regeln zu folgen.
Besonders für Frauen lohnt sich ein genauerer Blick!
Gerade beim Thema Fasten und lange Essenspausen finde ich es wichtig, nicht alles pauschal auf die Frauengesundheit zu übertragen. Frauen sind keine „kleinen Männer“ und unser Körper durchläuft im Laufe des Lebens und auch innerhalb des Menstruationszyklus unterschiedliche hormonelle Phasen. Das kann sich unter anderem auf Hunger, Appetit, Energie und das eigene Körpergefühl auswirken. Deshalb würde ich gerade als Frau nicht automatisch versuchen, möglichst lange nichts zu essen, nur weil eine bestimmte Fastenroutine gerade populär ist. Wenn du merkst, dass dir lange Essenspausen nicht guttun, du dich energielos fühlst, dein Zyklus unregelmäßig ist oder dein Körper deutlich mehr Nahrung einfordert, darfst du das ernst nehmen.
Dein Körper muss nicht in ein Ernährungskonzept passen. Das Ernährungskonzept darf zu deinem Körper passen.
Also: Frühstücken oder nicht?
Frühstück kann eine wunderbare Möglichkeit sein, deinen Körper morgens mit Energie und wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Es muss aber nicht zwingend die größte Mahlzeit des Tages sein und auch nicht jeden Morgen gleich aussehen. Du darfst selbst herausfinden, was für dich funktioniert. An manchen Tagen möchtest du vielleicht ein ausgiebiges Frühstück. An anderen reicht dir etwas Kleines. Und manchmal hast du vielleicht überhaupt keinen Hunger. Wichtig ist für mich dabei weniger die Uhrzeit, sondern die Qualität deiner Entscheidungen: Nährt mich das gerade? Tut es mir gut? Und passt es zu meinem Alltag und meinem aktuellen Bedürfnis?
Mein Rezept für dich
Und genau deshalb habe ich heute ein Rezept für dich, das für mich wunderbar in den Herbst passt: Apfel Baked Oats.

Baked Oats mit Apfel
Zutaten
- 120 g Haferflocken
- 30 g Mandelmehl + Süße oder Proteinpulver (Vanille o. Cookie Dough)
- 1 TL Backpulver
- 1 Msp. gemahlene Vanille
- 1 Prise Zimt
- 2 große Äpfel
- 2 große Eier
- 100 ml Pflanzendrink
- 1 handvoll Pekannüsse, klein gehackt
- 1 EL Ahornsirup
Anleitungen
- Zu Beginn alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen.
- Einen der Äpfel fein reiben und gemeinsam mit den Eiern und der Flüssigkeit zu den trockenen Zutaten geben. Alles gut miteinander verrühren, bis ein zäh-cremiger Teig entsteht.
- Den zweiten Apfel in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden.
- Den Teig in eine geeignete Backform (was ich verwendet habe: eine kleine Auflaufform ca. 21 x 16 cm) geben und mit den Apfelstücken und Pekannüssen belegen. Die Apfelstücke und Nüsse dabei leicht in den Teig drücken.
- Zum Schluss etwas Ahornsirup oder Erythrit darüber verteilen – so entsteht beim Backen eine leicht karamellisierte Oberfläche.
- Die Baked Oats bei 170 °C Ober-/Unterhitze für etwa 45 Minuten backen.
Nährwerte
Du musst lediglich den Teig anrühren, in die Backform geben und den Rest erledigt der Ofen. So hast du mit wenig Aufwand ein vollwertiges und sättigendes Frühstück, das sich außerdem wunderbar für dein Meal Prep eignet. → Hier verlinke ich dir eine passende Backform
Möchtest du mehr Rezepte?
Eine große Auswahl an weiteren Rezepten sowie Ernährungsplänen, evidenzbasierte Artikel rund um alle Gesundheitsthemen und Workouts mit mir findest du übrigens in meiner App “Circle of Balance” . Hier entdeckst du eine breite Auswahl an köstlichen Gerichten für jede Gelegenheit. Darunter süße und herzhafte Gerichte, Dips, Dressings, Kuchen, Muffins, Meal-Prep-Rezepte und Snacks.
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♡ Deine Laura

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