Emotionales Essen: Was ist das überhaupt?
Essen ist für viele Menschen mehr als nur eine Nahrungsaufnahme. Es ist auch ein Stück weit emotional – und das ist nicht per se schlecht. Wir alle kennen die Situation, in denen wir mit einem besonderen Essen einen gelungenen Tag feiern. Essen wird oft als Genuss erlebt, der mit positiven Gefühlen verbunden ist. Auch das kann als emotionales Essen bezeichnet werden.
Doch was passiert, wenn das Essen zu einem Ventil für negative Emotionen wird? In diesem Podcast, indem Cornelia Fiechtl, eine Gesundheitspsychologin zu Gast ist, beschreibt sie, dass Essen grundsätzlich emotional ist, da wir sonst nur lustlos im Essen herumstochern würden. Wichtig ist es, eine Balance zu halten. Es wird problematisch, wenn wir nicht mehr bewusst essen, sondern unkontrolliert auf Essen zurückgreifen, um unangenehme Gefühle wie Stress, Traurigkeit oder Langeweile zu kompensieren.

Auswirkungen von extremem emotionalen Essen
Wenn Essen zur primären Strategie wird, um mit Emotionen umzugehen, kann dies ernsthafte Folgen haben. Extremes emotionales Essen, auch bekannt als Binge Eating, kann zu körperlichen und seelischen Problemen führen. Betroffene greifen häufig vor allem am Abend oder in der Nacht zu großen Mengen von ungesundem Essen und erleben danach Gefühle von Scham und Schuld. Dieser Teufelskreis kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und langfristig zu Übergewicht, Essstörungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Wie Prägungen unser Essverhalten beeinflussen
Unser Essverhalten wird häufig durch frühere Erfahrungen und Prägungen geformt. Viele von uns haben bestimmte Essmuster bereits in der Kindheit entwickelt – sei es durch das Belohnen mit Süßigkeiten oder durch das Trösten mit Essen. Diese tief verankerten Verhaltensmuster können uns auch im Erwachsenenalter begleiten und unbewusst unser Essverhalten steuern.
Es müssen nicht unbedingt „schwerwiegende“ Themen sein, sondern können auch einfach Situationen sein, in denen die Eltern beispielsweise ständig Diäten machen und Äußerungen wie „Ach ich bin zu dick.. Ich habe einfach kein Durchhaltevermögen“ machen, was den Glaubenssatz prägen könnte: „Dick sein ist schlecht und zeigt Schwäche.“
Um sich der eigenen Essgewohnheiten bewusst zu werden, kann es hilfreich sein folgende Fragen zu beantworten:
- Warum greife ich gerade jetzt zu diesem Lebensmittel? Bin ich wirklich hungrig oder möchte ich ein bestimmtes Gefühl kompensieren?
- Welche Emotionen verbinde ich mit Essen? Fühle ich mich nach dem Essen besser oder schlechter?
- Welche Erfahrungen aus meiner Vergangenheit könnten mein aktuelles Essverhalten beeinflussen?
- Welche Essverhalten haben meine Eltern und wie wurde das Thema Nahrung und Essen thematisiert?
In meinem Webinar findest du einige tiefergehende Informationen, sowie einige solcher Fragen und Aufgaben. Das kann eine wertvolle Unterstützung bieten, um sich selbst in seinen Handlungen immer mehr verstehen und hinterfragen zu können, um langfristig einen gesunden Umgang mit emotionalem Essen zu entwickeln.
Abschließend: Warum ein gesunder Bezug zum Körper so wichtig ist
Ein gesunder Bezug zum eigenen Körper ist der Schlüssel zu einem ausgewogenen Essverhalten. Wenn wir uns in unserem Körper wohlfühlen, neigen wir weniger dazu, Essen als Bewältigungsstrategie für negative Emotionen zu nutzen, da wir unseren Körper liebevoll behandeln und nähren wollen. Es ist wichtig, dass wir lernen, unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und auf gesunde Weise auf sie zu reagieren.

Solche Rückmeldungen zeigen, wie wichtig es ist, einen liebevollen und achtsamen Umgang mit sich selbst zu pflegen. Ein gesunder Bezug zum eigenen Körper und eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema emotionales Essen können uns helfen, ein ausgewogenes und erfülltes Leben zu führen.
Bei Fragen melde dich gerne jederzeit bei mir!
Alles Liebe und viel Erfolg auf deinem Weg,
♡ Deine Laura

