Kichererbsen Tikka Masala: Hülsenfrüchte leicht verdaulich zubereiten

Kichererbsen sind nicht nur eine hervorragende pflanzliche Eiweißquelle, sondern auch reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen. Doch viele Menschen haben nach dem Verzehr mit Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder einem aufgeblähten Bauch zu kämpfen. Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Hülsenfrüchte bekömmlicher zu machen, sei es durch richtiges Einweichen, Keimen oder den Einsatz bestimmter Gewürze. In diesem Artikel erfährst du, wie es funktioniert – ohne unangenehme Nebenwirkungen zu fürchten.

Warum werden oft Blähungen verursacht?

Kichererbsen enthalten unverdauliche Kohlenhydrate, insbesondere Oligosaccharide, die im Darm durch Bakterien fermentiert werden. Das kann zu Gasbildung und Blähungen führen. Außerdem enthalten sie Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralstoffen hemmen kann.

Einweichen – der erste Schritt zur besseren Verträglichkeit
Das Einweichen reduziert den Gehalt an schwer verdaulichen Stoffen und erleichtert das Kochen.

  • Weiche getrocknete Kichererbsen mindestens 12 Stunden (am besten über Nacht) in reichlich Wasser ein.
  • Füge eine Prise Natron hinzu, um die blähenden Substanzen weiter abzubauen.
  • Das Einweichwasser unbedingt wegschütten und die Kichererbsen gut abspülen, bevor sie gekocht werden.

Keimen – mehr Nährstoffe, weniger Blähungen
Durch das Keimen werden Kichererbsen noch leichter verdaulich und ihr Nährstoffgehalt steigt. So funktioniert es:

  • Weiche die Kichererbsen 12 Stunden ein und spüle sie danach ab.
  • Lass sie in einem Keimglas oder einem Sieb an einem hellen, aber nicht sonnigen Platz stehen.
  • Spüle die Keimlinge 2-3 Mal täglich durch.
  • Nach 2-3 Tagen sind kleine Keime sichtbar. Die Kichererbsen können nun gegessen oder weiterverarbeitet werden.

Gewürze, die Kichererbsen verträglicher machen
Bestimmte Gewürze können die Verdauung unterstützen und Blähungen vorbeugen. Besonders empfehlenswert sind:

  • Kümmel – hilft gegen Blähungen und Krämpfe.
  • Fenchel – fördert die Verdauung und beruhigt den Darm.
  • Ingwer – wirkt entzündungshemmend und hilft gegen Magenbeschwerden.
  • Kreuzkümmel (Cumin) – unterstützt die Fettverdauung und reduziert Gasbildung.
  • Kurkuma – wirkt entzündungshemmend und fördert die Verdauung.

Kichererbsen richtig kochen – so geht’s

Nach dem Einweichen und Abspülen sollten Kichererbsen gründlich gekocht werden:

  • In frischem Wasser 60–90 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Eine Messerspitze Natron im Kochwasser reduziert die Kochzeit und verbessert die Bekömmlichkeit.

Du möchtest das direkt ausprobieren und dir eine leckere Mahlzeit mit Kichererbsen zubereiten? Dann habe ich mein neues Rezept: Kichererbsen Tikka Massala für dich!

Kichererbsen Tikka Massala

Zubereitungszeit 25 Minuten
Kalorien 465kcal

Zutaten 

  • 400 g Kichererbsen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Currypulver
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Dattelzucker oder Dattelpaste
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Salz
  • optional optional: Frischer Koriander, Limette

Anleitungen 

  • Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel, Knoblauch & Ingwer anbraten.
  • Tomatenmark & Gewürze dazugeben, kurz mitrösten. Gehackte Tomaten & Kokosmilch einrühren, ca. 5 – 10 Minuten köcheln lassen.
  • Dann alles pürieren. Kichererbsen hinzufügen & weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  • Tipp: Mit Reis oder Naan zum Anrichten und servieren 

Nährwerte

Nährwerte pro Portion bei 3 Portionen:
Ca. 465 Kalorien
14g Protein
52g Kohlenhydrate
25g Fett
 
Nährwerte pro Portion bei 3 Portionen mit 50g Reis:
Ca. 710 Kalorien
20g Protein
106g Kohlenhydrate
26g Fett


Kichererbsen sind eine nährstoffreiche und vielseitige Zutat, die mit den richtigen Tricks deutlich bekömmlicher wird. Einweichen, Keimen, richtiges Kochen und der Einsatz verdauungsfördernder Gewürze helfen dabei, Verdauungsprobleme zu vermeiden und die wertvollen Inhaltsstoffe optimal zu nutzen. So steht dem gesunden Genuss nichts mehr im Wege!

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 Deine Laura

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Nadine

    5 Sterne
    Heute gemacht, einfach fantastisch!
    Ich bin immer wieder auf der Suche nach Rezepten mit „antientzündlichen“ Inhaltsstoffen da ich durch Rheuma leider stets erhöhte Entzündungswerte im Blut habe. Entsprechende Ernährung wird die Krankheit nicht aufhalten aber sie trägt doch maßgeblich dazu bei, die Symptome zu lindern und das Immunsystem zu stärken. Ich bedanke mich für dieses tolle Rezept, auch mein Lebensgefährte fand es prima. Bitte gern mehr davon! 😀

    1. Laura

      Liebe Nadine, danke für das tolle Feedback! Das freut mich echt total 🙂