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Mythen rund um Ernährung – was steckt wirklich dahinter?

Ernährung ist ein Thema, das von zahlreichen Mythen und Halbwahrheiten umgeben ist. Immer wieder tauchen Behauptungen auf, die mal verunsichern und mal Hoffnung auf schnelle Lösungen wecken. Doch was ist an den gängigen Mythen dran, und wie sollten wir sie wirklich betrachten? In diesem Artikel beleuchten wir einige weit verbreitete Mythen rund um Proteine, Kohlenhydrate und Essgewohnheiten und trennen Fakten von Fiktion.

Die Wissenschaft hinter einigen, gängigen Mythen:

  • Mythos 1: Protein schadet den Nieren

Ein häufiger Irrglaube besagt, dass eine hohe Proteinzufuhr die Nieren belastet. Doch aktuelle Forschung zeigt, dass dies für gesunde Menschen nicht zutrifft. Studien belegen, dass selbst bei einer Zufuhr von bis zu 4,4 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht über mehrere Wochen keine negativen Auswirkungen auf die Nierenfunktion auftreten . Wichtig: Es wird allerdings betont, dass Menschen mit bestehenden Nierenproblemen ihre Proteinzufuhr jedoch unter ärztlicher Aufsicht anpassen sollten.

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  • Mythos 2: Kohlenhydrate machen dick

Kohlenhydrate werden oft als „Feind“ einer schlanken Linie betrachtet. Doch nicht alle Kohlenhydrate sind gleich. Verarbeitete Kohlenhydrate, wie sie in Weißbrot oder Süßigkeiten vorkommen, haben einen geringen Nährwert, wodurch ich empfehle diese seltener in seinen Alltag uzt integrieren. Ballaststoffreiche Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten liefern wertvolle Energie und unterstützen eine gesunde Verdauung. Fazit: Nicht Kohlenhydrate an sich machen dick, sondern eine übermäßige Kalorienaufnahme. Aus gesundheitlicher Sicht darf man hier auf jeden Fall seinen Konsum von schnellen Kohlenhydraten, Süßigkeiten und verarbeiteten Lebensmittel hinterfragen.

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  • Mythos 3: Kohlenhydrate am Abend – ein Problem?

Ein weiterer Mythos besagt, dass Kohlenhydrate am Abend automatisch zur Gewichtszunahme führen. Doch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme spielt eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist die Gesamtkalorienzufuhr über den Tag. Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass Kohlenhydrate am Abend den Schlaf und die Regeneration fördern können. Sie erhöhen den Serotoninspiegel, was zu einem besseren Schlaf führt und den Stresshormonspiegel senkt. Wichtig: Achte auf die Qualität der Kohlenhydrate – komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte sind den raffinierten Kohlenhydraten vorzuziehen.

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  • Mythos 4: Frühstück – Die wichtigste Mahlzeit des Tages?

„Wer regelmäßig frühstückt, bleibt schlanker“ – dieses Sprichwort hält sich hartnäckig. Tatsächlich hat eine groß angelegte Studie gezeigt, dass es weniger darauf ankommt, ob man frühstückt oder nicht, sondern wie das allgemeine Essverhalten über den Tag verteilt ist. Menschen, die bewusst und ausgewogen frühstücken, neigen dazu, weniger impulsiv zu snacken und insgesamt gesünder zu essen. Wichtig: Achte darauf, dass dein Frühstück dich lange satt hält – Ballaststoffe und Proteine sollten im Vordergrund stehen.

  • Mythos 4: Hafermilch – Gesund oder ungesund?

In sozialen Medien kursieren immer wieder Behauptungen, dass Hafermilch den Blutzucker stark ansteigen lässt und daher ungesund sei. Tatsächlich enthält Hafermilch aufgrund des Getreideanteils mehr Kohlenhydrate als andere Milchalternativen, was den Blutzucker stärker beeinflussen kann. Die Hafermilch-Herstellung führt zudem zu einem höheren Maltosegehalt, einem natürlichen Zweifachzucker, der schnell vom Körper aufgenommen wird und den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Doch entscheidend ist, wie und wann du sie konsumierst. In Kombination mit einer Mahlzeit oder nach einem Spaziergang wird der Anstieg abgemildert. Fazit: Wie bei vielen Lebensmitteln kommt es auf die Menge und den Kontext an.

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Mein Fazit: Ernährungsmythen im Alltag

Ernährung ist nicht schwarz-weiß. Viele Mythen entstehen aus vereinfachten Ansichten oder veralteten Studien. Wichtig ist, auf die Qualität und die Ausgewogenheit der Nahrungsmittel zu achten und sich nicht von einzelnen Lebensmitteln oder Mahlzeitenzeiten verunsichern zu lassen. Schließlich geht es darum, langfristig, gesunde Entscheidungen zu treffen, die zu deinem Lebensstil passen. Um eine Ernährungsweise zu finden die zu dir, deinem Alltag passt und für dich KEINEN Verzicht bedeutet, betone ich immer wieder eine bewusste und intuitive Ernährung. Auch hier besteht der Mythos: Intuitive Ernährung funktioniert sowieso nicht, über den ich in diesem Podcast spreche. Wie bereits aufgezeigt, habe ich eine Podcast Reihe zu genau diesem Thema: Den Mythen – Monday. Lasse dich also auf eine Reise durch die Welt der Ernährungsmythen ein, hinterfrage Behauptungen kritisch, bilde dir deine eigene Meinung und vor allem: Höre auf deinen Körper, denn er weiß am besten, was dir guttut.

Wenn du daran interessiert bist, mehr über intuitive Ernährung zu erfahren und wie du ein harmonisches Verhältnis zu Essen und deinem Körper entwickeln kannst, lade ich dich herzlich zu meinem Webinar “Intuitive Ernährung” ein. Zusammen decken wir Glaubenssätze auf, arbeiten an deinem Selbstwertgefühl und ich gebe dir praktische Tipps und Tools für den Alltag. Ich freue mich darauf, dich dabei zu unterstützen, ein erfülltes und gesundes Leben zu führen.

Bei Fragen melde dich gerne jederzeit bei mir! 

Alles Liebe und viel Erfolg auf deinem Weg,

 Deine Laura

Verwendete Studien:

Protein:

(1) Jäger et al. (2017) “International Society of Sports Nutrition Position Stand: protein and exercise” [accessed July 2021 via: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28642676]  

(2) Antonio et al. (2016) “A High Protein Diet Has No Harmful Effects: A One-Year Crossover Study in Resistance-Trained Males” [accessed July 2021 via: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27807480/]

Kohlenhydrate:

(3) Zhao, M., Tuo, H., Wang, S., & Zhao, L. (2020). The Effects of Dietary Nutrition on Sleep and Sleep Disorders. Mediators of inflammation2020, 3142874. https://doi.org/10.1155/2020/3142874

(4) Doherty, R., Madigan, S., Warrington, G., & Ellis, J. (2019). Sleep and Nutrition Interactions: Implications for Athletes. Nutrients, 11(4), 822. https://doi.org/10.3390/nu11040822

Hafermilch:

(5) Walther, B., Guggisberg, D., Badertscher, R., Egger, L., Portmann, R., Dupois, S., Haldimann, M., Kopf-Bolanz, K., Rhyn, P., Zoller, O., Vergauth, R., & Rezzi, S. (2022). Comparison of nutritional composition between plant-based drinks and cow’s milk. Frontiers in Nutrition, 9. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnut.2022.988707/full

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